Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus….

Die Vorbereitungen für die internationale Fachmesse aquanale 2019 als das Branchenhighlight laufen auf Hochtouren.

Die Messe öffnet für Sie die Türen vom 05.11.-08.11.2019 auf dem Kölner Messegelände.

Zahlreiche Aussteller zeigen neue Produkte und Besonderheiten und stehen Ihnen für Gespräche gerne zur Verfügung.

Auf dem  begleitenden 8. Internationalen Schwimmbad- und Wellnessforum, können Sie sich zu brachenrelevanten Themen u.a. zu Bau- und Planungsbesonderheiten bei öffentlichen Schwimmbädern und Regelwerken zu öffentlichen und privaten Schwimmbädern informieren.

Informationen zu Inhalte und Termine zum 8. Internationalen Schwimmbad- und Wellnessforum, finden Sie hier.

Als Mitaussteller freuen wir uns, Sie auf der aquanale 2019 in Köln begrüßen zu dürfen.

 


Europäische Normung privater Schwimmbäder … eine unendliche Geschichte !?

Kaum hat man sich damit abgefunden und sich halbwegs in die Normung privater Schwimmbäder “eingearbeitet” stehen weitere Normungsprojekte und -vorhaben in der Warteschlange und vor der Veröffentlichung.

Eine kleine Übersicht:

Die Normen der Reihen DIN EN 16582 “Schwimmbeckenkonstruktionen” und DIN EN 16713 ” Wasseraufbereitung des Schwimm- und Badebeckenwassers” sind seit 2015 bzw. 2016 veröffentlicht.

Innerhalb des dafür zuständigen “Obergremiums” CEN /TC 402 wurde daraufhin 2017 die Norm DIN EN 16927 “Minipools” veröffentlicht.

Nun steht die Norm E DIN EN 17125 “Whirlpools” kurz vor der Veröffentlichung.
Darin werden Anforderungen an Whirlpools, Spa’s, Hot tubs, etc. in Bezug auf konstruktive Anforderungen, sowie Anforderungen an die Wasseraufbereitung, Energie und den sicheren Betrieb  festgelegt.

Und nun, tut sich etwas neues auf: in dem neuesten Normungsvorhaben, sollen energetische Betrachtungen eines Außenschwimmbeckens  beschrieben und mögliche Klassifizierungen durchgeführt werden (ähnlich eines “Energielabels”). Da sich dieses Vorhaben erst in den Startlöchern befindet, ist abzuwarten was am Ende der tatsächliche Inhalt dieser Norm sein wird.

 


 

Was hat es mit der Aufsicht auf sich ?

Vorab: es gibt keine vorgefertigten oder standardisierte Auskünfte und Vorgaben, wie die Aufsicht in einem Schwimmbad durchzuführen und zu organisieren ist, sowie welche zusätzliche Anforderungen zu berücksichtigen sind.

Aber eines muss gesagt werden: die oft erwähnte Wassertiefe von 1,35 m stellt keine feste Grenze dar, die darüber entscheidet ob eine permanente Aufsicht am Becken gegeben sein muss oder nicht.

Gerade in Becken mit geringerer Wassertiefe (z.B. Bewegungsbecken, Kinderbecken) kann es erforderlich sein aufgrund der Benutzerstruktur eine permanente Aufsicht bereitzustellen. Und  genau das ist der springende Punkt: ob eine Aufsicht der Becken erforderlich ist oder nicht sowie wie diese durchzuführen ist, richtet sich wesentlich nach der Art der Nutzung, den örtlichen Gegebenheiten, Anzahl an Badegäste, Beckenart und Beckenausstattung.

Daraus kann dann nach sorgfältiger Bewertung, die Anzahl an erforderlichen Aufsichtspersonen sowie deren Einbindung in die Gesamtorganisation festgelegt werden. Dies ist jedoch keinesfalls ein statischer Prozess, da je nach Tageszeit, Witterung (Freibad) und Attraktionen erhebliche Schwankungen auftreten können und darauf in Bezug auf die Aufsicht zu reagieren ist.

Wenn man sich Schwimmbäder in Hotels anschaut, stellt man fest, dass dort (mit Ausnahmen) keine permanente Aufsicht  gegeben ist. Es ist in der Tat so, dass es durchaus Bädertypen gibt, in denen der Badegast nicht davon ausgehen darf, dass eine permanente Aufsicht vorhanden ist (siehe auch Richtlinie 94.05 der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen).

Aber auch in diesen Bädern gilt, dass eine Aufsicht in dem Sinne gegeben sein muss, dass je nach zu erwartender Anzahl und Struktur der Badegäste, Beckengröße und -ausstattung bestimmte Maßnahmen getroffen werden müssen um das Gesamtrisiko der Nutzung des Schwimmbeckens zu reduzieren. Hierzu erforderliche Maßnahmen und Möglichkeiten lassen sich nur individuell für das jeweilige Schwimmbad festlegen. Pauschale Aussagen , dass regelmäßige Kontrollgänge und der Aushang der Badeordnung ausreichend sind, stimmen so mit Sicherheit nicht.

Denken Sie auch daran, dass Personen die in die Aufsicht eingebunden werden über eine Qualifikation für die Wasserrettung verfügen (z.B. Rettungsschwimmerabzeichen des DLRG)

Auch wir haben uns hierzu qualifiziert und das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber absolviert. Vielen Dank an dieser Stelle an die DLRG Ortsgruppe Herrenberg für den Unterricht und Training sowie das hohe Engagement und Verantwortung in der Wasseraufsicht in Schwimmbädern, an Seen und Küsten !

Es ist immer von Vorteil, wenn man selbst die Qualifikation mitbringt, um dann auch beurteilen zu können was bei der Aufsicht und möglichen Rettungsabläufe erforderlich und zu berücksichtigen ist.

 


 

Neue Regelwerke für private Schwimmbäder !

Nach jahrelanger “Normungsarbeit” stehen nun die restlichen Regelwerke kurz vor der Veröffentlichung.

Die Regelwerke für die Schwimmbeckenkonstruktionen (DIN EN 15682, Teile 1-3) wurden bereits im November letzten Jahres

veröffentlicht. Die Regelwerke zur Wasseraufbereitung (DIN EN 16713, Teile 1-3) können nun in den nächsten Wochen

mit Ausgabedatum August 2016 bezogen werden.

Damit stehen nun demnächst sämtliche europäische Normen – für private Schwimmbäder – komplett zur Verfügung.

Wie schon zuvor für die Norm DIN EN 16582, werden auch für die DIN EN 16713 (Wasseraufbereitung) Seminare angeboten.

Organisiert und Ausgerichtet werden diese vom Bundesverband Schwimmbad und Wellness.

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